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Porträt / Porträt / Porträt Prof. Würth

Prof. Dr. h.c. mult. Reinhold Würth

Am 20. April 1935 in Öhringen geboren, trat Reinhold Würth 1949 als zweiter Mitarbeiter und erster Lehrling in die Schraubengrosshandlung seines Vaters in Künzelsau ein.

1994 zog sich Reinhold Würth aus der operativen Geschäftsführung der Würth-Gruppe zurück und übernahm den Vorsitz des Unternehmensbeirats. Am 1. März 2006 folgte ihm seine Tochter Bettina Würth in dieses Amt. Reinhold Würth fungiert weiterhin als Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats.
 
Professor Reinhold WürthProfessor Reinhold Würth
Reinhold Würth hat sich in seiner beruflichen Laufbahn intensiv mit psychologischen Themen wie Mitarbeitermotivation, Führungskultur und Fragen der Berufsethik beschäftigt und sich auch im kulturellen Bereich vielfältig engagiert. Mit dem Kauf eines Aquarells von Emil Nolde in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts begann seine Leidenschaft für das Sammeln von Kunst. Inzwischen hat er eine bedeutende Kunstsammlung von 12'500 Werken zusammengetragen, darunter Bilder, Zeichnungen und Skulpturen von Edvard Munch, Pablo Picasso, Alfred Hrdlicka, Markus Lüpertz oder Christo.

Ende 1991 machte der engagierte Förderer von Kunst und Kultur seine Sammlung im Zuge der Einweihung eines neuen Verwaltungsgebäudes am Stammsitz in Künzelsau-Gaisbach in einem eigenen Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Das Museum moderner Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ist für Mitarbeiter und für die interessierte Öffentlichkeit jederzeit zugänglich und präsentiert alljährlich drei bis vier wechselnde Ausstellungen. Ein weiteres attraktives Forum für die Sammlung schuf Reinhold Würth mit der im Mai 2001 eröffneten Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall.

Die allgemeine Anerkennung seiner unternehmerischen Leistungen sowie seines besonderen sozialen und kulturellen Engagements schlägt sich in vielfältigen Ehrungen und Mitgliedschaften nieder.

Reinhold Würth engagiert sich in verschiedenen Beiräten, Kuratorien und zahlreichen Vereinen (u. a. Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des Württembergischen Landesmuseums e.V., Vorsitzender der Bürgerinitiative Pro Region Heilbronn-Franken). Der passionierte Pilot (Lizenz als Berufspilot/ATPL) und Motorradfahrer (Harley-Davidson) ist verheiratet mit Frau Carmen und hat drei Kinder, Marion, Bettina und Markus.

Professor Dr. h. c. mult. Reinhold Würth war bis Ende des Sommersemesters 2003 Institutsleiter am Interfakultativen Institut für Entrepreneurship an der Universität Karlsruhe. Reinhold Würth ist Ehrendoktor und Ehrensenator der Universität Tübingen, Träger des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland sowie der Wirtschafts- und Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. 1997 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Erstein (Frankreich) verliehen. Als Würdigung für besondere Verdienste und außergewöhnliches Engagement um die Verbreitung und Vermittlung französischer Kunst und Kultur wurde Reinhold Würth im März 2000 vom französischen Kultusministerium mit dem Orden Chevalier dans l'Ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet.

Das Ehepaar Carmen und Reinhold Würth erhielt im April 2003 auch die Ehrenbürgerwürde der Stadt Künzelsau aufgrund ihres sozialen und kulturellen Engagements. Im März 2004 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt, im April verlieh die Ludwig-Erhard-Stiftung Bonn an Reinhold Würth die Ludwig-Erhard-Medaille für Verdienste um die soziale Marktwirtschaft. Im Mai 2004 wurde er in die Business Hall of Fame (Initiative von manager magazin und Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn) aufgenommen. Im Juni 2004 erhielt Reinhold Würth in Berlin den deutschen Gründerpreis als Auszeichnung für sein Lebenswerk. Mit diesem Preis ehren die StartUp-Partner stern, die Sparkassen, McKinsey & Company und das ZDF einmal im Jahr Unternehmen in den unterschiedlichen Phasen ihres erfolgreichen Bestehens - vom Konzept bis zum Lebenswerk. 2005 wurde an Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth die Ehrensenatorwürde der Universität Stuttgart verliehen. Aufgrund eines königlichen Beschlusses wurde Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth im November 2005 zum Offizier im königlichen Orden von Oranien-Nassau ernannt. Für sein vielfältiges kulturelles Engagement in Palermo erhielt der Unternehmer im Mai 2007 die Ehrendoktorwürde in Kunstgeschichte und Museographie der Universität Palermo. Im November 2007 verlieh die University of Louisville (Kentucky, USA) die Ehrendoktorwürde ihrer Universität an Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth für sein beispielhaftes Engagement in Wirtschaft, öffentlichem Leben und im Bereich der Kulturförderung.

Den Orden eines Offiziers für Kunst und Literatur erhielt Reinhold Würth im Dezember 2009. Mit dieser Auszeichnung würdigte Frankreich seinen Einsatz im Bereich der Kultur in Deutschland und in Frankreich.

Stand: 01/2010